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EXPERTEN-TIPPS



 

Hier finden Sie eine sich stetig weiterentwickelnde Sammlung von wissenswerten Informationen und Tipps rund ums Haus - für Sie verfasst und zusammengestellt von Experten der jeweiligen Sparte! Wenn Sie also genau wissen wollen, auf was man beim Hausbau besonders achten sollte, lohnt sich hier ein regelmäßiger Besuch!

Der richtige Fenstereinbau

Wichtig beim Einbau von Fenstern ist:

  • mechanische Stabilität
  • Wärmedämmung
  • Luftdichtheit
  • Schallschutz

Ein stabiler Einbau von Fenstern ist seit jeher selbstverständlich und üblich. Für ein optimales Ergebnis ist aber auch auf Wärmedämmung und Luftdichtheit zu achten. Dadurch werden übermäßiger Wärmeverlust und vor allem Schimmelbildung vermieden.

Das weit gehend übliche "einschäumen" der Fenster mit PU-Schaum ist zwar kein Fehler, für die Wärmedämmung und Luftdichtheit leistet der Schaum aber praktisch keinen Beitrag. Für einen wärmetechnisch optimalen Einbau soll das Fenster in der Dämmebene liegen oder zumindest der Fensterstock ein Stück "überdämmt" sein. Der äußere Anschluss der Fassade an das Fenster soll Sicherheit gegen das Eindringen von Niederschlagswasser bieten ("Schlagregendichtheit"). Erreichen kann man dies zum Beispiel durch spezielle Anputzprofile oder das Verwenden von vorkomprimierten Dichtbändern. Die Winddichtheit hingegen wird an der Rauminnenseite des Fensters hergestellt. Üblich ist das Verwenden von Dichtschürzen, welche am Mauerwerk befestigt und dann überputzt werden. Es ist genau darauf zu achten, dass all diese Maßnahmen nicht nur seitlich und oben, sondern auch unten im Fensterbankbereich konsequent durchgeführt werden.

Elektroinstallation und Luftdichtheit

Das Erreichen einer guten Luftdichtheit der Gebäudehülle ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal eines Hauses. Wurde beim Berechnen des Energieausweises eine luftdichte Gebäudehülle angenommen, so hängt auch die Höhe der niederösterreichischen Wohnbauförderung teilweise davon ab.

Worauf man bei der Elektroinstallation achten sollte: Alle Durchdringungen von Verrohrungen durch die Luftdichtheitsebene (Zuleitungen, Leitungen für Garten, Terrasse, Klingel, Gegensprechanlage, Leitungen in die Garage usw. aber auch alle Leitungen in den Keller, sofern dieser nicht innerhalb der luftdichten Hülle liegt) sind innerhalb des Hauses (besser noch: an beiden Seiten) luftdicht zu verschließen.
Speziell beim Ziegelbau sind Unterputzdosen an den Außenwänden vollflächig in Gips oder Mörtel zu betten. Hier ist der Innenputz die Dichtebene und nicht der Ziegel. Alternativ kann man auch dichte Unterputzdosen verwenden.

Rollläden (oder Raffstoren o. ä.) und Luftdichtheit

Bei Neubau-Rollläden ist darauf zu achten, dass der Kasten nach innen dicht ist. Bei Produkten, welche eine im Innenraum zu öffnende Revisionsklappe haben, ist eine ausreichende Luftdichtheit meist nicht gegeben. Gurt- oder Kurbeldurchführungen durch den Fensterstock sind meist ebenfalls nicht luftdicht. Es ist einem motorbetriebenem System immer der Vorzug zu geben, auf eine luftdichte Abdichtung der elektrischen Zuleitung achten.

Wie sieht’s denn im Lichtschacht aus?

Wird ein Keller gebaut, sind zur Belichtung oft Lichtschächte angeordnet. Diese werden beim Kellerbau montiert oder in massiver Bauweise hergestellt. Sieht man dann aber von oben durch die Gitterabdeckung, ist das meist kein schöner Anblick. Abgesehen von der Optik werden meist auch die Mindesterfordernisse wie Wärmedämmung, Witterungsschutz, Entwässerung usw. nicht sichergestellt!

Und so geht man richtig vor:
Man sollte Lichtschächte nur montieren, wo man sie unbedingt braucht. Daher jeden geplanten Lichtschacht noch einmal überdenken.

Bevor der Lichtschacht montiert wird ist im Idealfall schon das Kellerfenster eingebaut. Das Kellerfenster ist dann im unteren Bereich (besser: rundherum) an die Feuchtigkeitsabdichtung der Kellerwand anzuschließen. Auch die Wärmedämmung der Kellerwand bis zum Kellerfenster führen und den Fensterstock möglichst überdämmen. Auch eine Fensterbank kann montiert werden, bei einer ordentlichen Abdichtung ist das aber nicht zwingend erforderlich. Je nach Art der Dämmung und optischen Anspruch ist nun ein Witterungsschutz bzw. eine optische Aufbesserung der Dämmung herzustellen. Meist wird nun eine Fassade auf die Dämmung aufgebracht. Wäre der Lichtschacht bereits montiert, könnte die Fassade wegen Platzmangel nur mehr mit erheblichem Mehraufwand hergestellt werden. Nun kann der Lichtschacht montiert werden, eine stabile Montage mit ordentlichen Dübeln ist hier wohl selbstverständlich. Bei gemauerten Wänden (wenn kein Beton oder Schalsteine verwendet werden) besonders gut auf den Halt der Dübel achten, am besten die Befestigungen mit 2-Komponenten-Mörtel einkleben. Haben wir noch etwas vergessen? Na klar, die Entwässerung! Schon im Vorfeld sollte man genau überlegen, wie man eventuell eindringendes Niederschlagswasser erfolgreich ableiten kann. Ist der Lichtschacht unten "dicht", so kann er sich bei starkem Regen bis zum Fenster mit Wasser anfüllen. Das Kellerfenster ist nicht ganz wasserdicht, und schon hat man Wasser im Keller. Am besten ist, den Lichtschacht mit Kanalrohren in einen eigenen (kleinen) Sickerschacht zu entwässern. Ein Anschluss an ein Kanalsystem ist nicht zu empfehlen, da bei einem Rückstau im Kanal der Lichtschacht mit Wasser angefüllt wird. So kann es zu einem Wasserschaden kommen, wo ohne Kanalanschluss gar keiner gewesen wäre!
Premium-Tipp: In einem Lichtschacht sammeln sich meist Dinge, die dort nicht hingehören. Etwa Laub, Spinnen, ja sogar Mäuse oder kleine Kröten. Daher muss der Schacht oft gereinigt werden – keine schöne Arbeit! Hier ist eine zusätzliche Abdeckung mit einem speziellen feinen Gitter zu empfehlen, ähnlich einem Insektenschutzgitter bei Fenstern. Dieses Gitter wird passend zum Lichtschacht mit Rahmen gefertigt und kann oben auf die Abdeckung gelegt werden. Nun ist der Lichtschacht perfekt!

Hilfe – der Arbeitsgraben setzt sich!

Der Arbeitsgraben ist der Mehraushub der Baugrube rund um den Keller, er ist für die Kellerherstellung und die Isolierung nötig. Nach dem Kellerbau wird der Arbeitsgraben wieder hinterfüllt. Beim fertigen Haus finden wir dann in diesem Bereich meist die Eingangsstiege oder Vorlegestufen, das Traufenpflaster, die Terrasse und auch noch andere bauliche Anlagen. Wartet man einige Zeit, etwa ein bis zwei Jahre ab, so kann man ein interessantes (aber sehr unangenehmes) Phänomen beobachten: Die Bauwerke senken sich ab, sie "reißen" ab, man kann eine deutliche Fuge an der Fassade erkennen, das Gefälle des Traufenpflasters weist nun in die falsche Richtung (zum Haus), die Vorlegestufe ist nun schief. Eine Sanierung dieser Dinge ist praktisch unmöglich, eine Neuherstellung meist notwendig. Oft passieren diese Setzungen dann erneut, die Lage scheint aussichtslos. Was ist passiert?

Nun, vorerst ist es wichtig, dass beim Hinterfüllen das Erdreich in mehreren Schichten eingebracht und jede Lage gut verdichtet wird. Ein Zuschütten mit einem Bagger in zwei Stunden und (falls überhaupt) nur oberflächliches Verdichten bedeutet jedenfalls einen Sanierungsfall. Das Verdichten ist zwar notwendig, aber als alleinige Maßnahme unzureichend, wenn im zugeschütteten Bereich Eingangsstiege, Terrasse und ähnliche bauliche Anlagen hergestellt werden. Sehr oft kann das Erdreich nämlich mechanisch (durch Stampfen, Rütteln o. ä.) gar nicht ausreichend verdichtet werden, weil das Korngefüge (=Verhältnis der Größe und Anzahl der einzelnen Gesteinskörner) das nicht zulässt. Kommt nun nach einiger Zeit (Niederschlags-) Wasser dazu, wird das Feinmaterial im Boden in die verbliebenen Luftporen geschwemmt und der Boden lagert sich dichter als zuvor, nimmt also weniger Platz ein, eine Setzung ist die Folge. Was tun?

Eine elegante Lösung ist, die Stufen und Terrassen im gefährdeten Bereich auf so genannte "Fundamentpfeiler" zu stellen. Dabei wird vor dem Zuschütten wo erforderlich ein Mauerpfeiler von ganz unten (=tragfähiger, gewachsener Boden) nach oben geführt. Nach dem Zuschütten hat man nun punktuell feste Stellen, auf die man im wahrsten Sinn des Wortes bauen kann. Die Pfeiler sind so anzuordnen, dass keine Feuchtigkeitsisolierung oder Wärmedämmung beeinträchtigt wird.

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