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DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN



 

"Normales" Haus oder Niedrigenergiehaus?

Als "normal" bezeichne ich hier ein Haus, welches nach dem gesetzlichen Mindeststandard (Bauordnung) gebaut wird. Ein Niedrigenergiehaus hat hingegen eine höhere Wärmedämmung, bessere Fenster, ist weit gehend wärmebrückenfrei und hat meist eine bessere Luftdichtheit der Gebäudehülle.

Die Entscheidung ist also einfach: Ein Niedrigenergiehaus bietet wesentliche Vorteile bei den laufenden Kosten, bei der Wohnbauförderung und hat vor allem einen höheren Benutzerkomfort.

Niedrigenergiehaus oder Passivhaus?

Ein Passivhaus ist vereinfacht gesagt ein Haus mit einem sehr niedrigen Primärenergiebedarf (gemeint ist: Energie für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom) sowie ohne herkömmliches Heizsystem (die genaue technische Definition sei dem Leser an dieser Stelle erspart). Die Wärme wird über die Luft mittels einer Komfortlüftung eingebracht. Das Passivhaus ist also ein sehr optimiertes Niedrigenergiehaus.

Aus ökologischen Gründen ist in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine Zunahme von Passivhäusern als logische Entwicklung (nicht nur) des Wohnbaus zu erhoffen und auch zu erwarten. Die für den Bau eines Passivhauses nötigen Komponenten wurden in den letzten Jahren laufend verbessert, die momentane Entwicklung auf diesem Gebiet weist eine starke Dynamik auf. So gesehen liegt im Passivhaus sicher die Zukunft. Die Entscheidung zwischen Passivhaus und Niedrigstenergiehaus ist jedoch im Einzelfall genau abzuwägen.

Komfortlüftung im Einfamilienhaus – Segen oder unnötiges technisches Schnörkel?

Bei einer Komfortlüftung wird über ein zentrales Gerät mithilfe von Lüftungsrohren ein kontrollierter Luftaustausch im gesamten Haus dauerhaft sichergestellt. Im Zentralgerät befindet sich ein hochwertiger Wärmetauscher, der im Bedarfsfall meist über 90% der Energie der Abluft gewinnt und damit die Frischluft aufwärmt. Außerdem wird die Luft durch Filter weit gehend staub- und pollenfrei eingebracht. Die Luftbewegungen sind für die Bewohner praktisch nicht spürbar.

Eine Komfortlüftung bringt aber nicht nur eine energietechnische Verbesserung sondern auch (und das ist besonders positiv!) eine Erhöhung des Wohnkomforts. Die Reduktion von Schadstoffen (verursacht durch Baustoffe, die Einrichtung oder durch die Bewohner selbst) sorgt vor allem auch für verbesserte Luftbedingungen, für eine gesunde Luft zum Atmen. Werden auch Kellerräume mitgelüftet, ist auch hier ganzjährig eine hohe Qualität der Raumluft sichergestellt. Und - als angenehmer Nebeneffekt - durch den Einbau einer derartigen Lüftung steigt der Förderungsbetrag der niederösterreichischen Wohnbauförderung deutlich. Der Einbau einer Komfortlüftung ist daher in jedem Falle (Neubau, Umbau oder Sanierung) anzustreben.

Ein Keller braucht jedes Haus – oder?

Die Entscheidung für einen Keller soll in jedem Fall genau geprüft werden. Ein Keller wertet das Haus auf und bietet umfangreiche Möglichkeiten der Nutzung (Lagerung, Hobby, Partyraum um nur einige zu nennen). Jedoch sollte auch ein Keller den Ansprüchen eines trockenen, gut gedämmten Gebäudeteils gerecht werden. Wird ein Keller mit diesen Komfortmerkmalen errichtet, kann man die Kosten für die Errichtung praktisch gleich (oder sogar höher) wie beim Erdgeschoss ansetzen. Daher ist meistens im vorhandenen Budget das entscheidende Kriterium zu finden, ob ein Keller gebaut wird.

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